Frauenkarneval 2016

44 Jahre Frauenkarneval Orsbeck-Luchtenberg - 1972 wurde zum 1. Mal an Karneval in dieser Runde gefeiert!
Deshalb hatten sich die Frauen in diesem Jahr als Motto die 70er Jahre vorgenommen. Immer wieder nannte die "Präsidentin" Brigitte Kordetztki aktuelle geschichtliche, kulturelle und politische Höhepunkte dieser Zeit, um dann auf die Geschehnisse des Dorfes in dieser Zeit überzuleiten. Die 70er, das war die Zeit, als Helmut Schmidt Bundeskanzler wurde, als Deutschland die olympischen Spiele in München veransteltete, als das Disco-Fieber die Beatles ablöste, aber auch die Zeit der RAF, des Terrors in Deutschland. Es war die Zeit der Hippies, der Schlaghosen und der "Flower Power".

Unterstützt wurde Brigitte K. wie schon im letzten Jahr durch Anja Linden. Den Hoppeditz machte auch in diesem Jahr wieder Trude Schemion.

Den "Eisbrecher" machten in diesem Jahr Ellen Gerighausen, Anja Linden und Ruth Wientgen als "Die Profis von der Eierquell", die in gekonntem, getragenen Gesang -betont langsam- 3 Handwerker ihre nicht ganz so gelungenen Arbeiten schildern ließen.

Die Profis von der Eierquell

Beim Work out

Lore Dudda und Iris Jansen tauschten im Look der 70er Jahre ihre familiären Probleme bei dezenten Joga-Übungen aus. Was hat sich doch alles verändert? Aus dem schönen grünen Telefon (mit Wählscheibe), später mit Brokat-Mäntelchen, wurde das Handy. Heute verwendet jede 2. Frau sogar das "Tablett" (Iris J.)

Wenn ich nicht auf der Bühne...

Einen wirklich gekonnt umgesetzten Sketch zeigten Susan Vaina (zum 1. Mal dabei), Anja Linden, Elke Jurasch, Ellen Gerighausen, Silvia Kofferath, Ruth Wientgen und Iris Jansen. Sie schlüpften in Berufsrollen und führten die typischen Bewegungen ihrer Tätigkeiten auf. Das es da nicht zu Kollisionen wegen des beengten Raumes kam, ist schon bewundernswert.

Knallköpp Golkerath

Ein Höhepunkt des Abends war sicher der Auftritt der Golkerather Knallköpp mit ihrer Musiktruppe "Tröteköpp Golkerath". Die komplette Gesellschaft mit Prinzessin, Kinderprinzessin, den Musikern mit Fanfaren und Trommlern füllte die Bühne. Wegen der kleinen Bühne konnte das Tanzmariechen ihren Tanz leider nicht aufführen, aber die Musiker heizten so richtig ein. Natürlich wurden auch die obligatorischen Orden ausgetauscht.

Mein Fott ist zu dick

Großartig war auch der Vortrag von Anja Linden mit ihrem Problem eines zu dicken Hinterteiles: "Mein Fott ist zu dick"! Sie schilderte die Sorgen und Nöte einer Frau - und damit stehe sie nicht allein da -, die auf Grund eines reichlich großzügig bemessenen Pos Vieles gar nicht oder nur mit Schwierigkeiten meistern kann: den letzten Platz einnehmen, ein zu kleines Auto, ja selbst der Sarg könnte dann zu eng werden.

Black is Black

Es folgten die "Dancing Girls" der 70er Jahre Elke Jurasch, Lore Dudda und Iris Jansen mit einer Playback-Nummer.

Das Schachspiel

Silvia Kofferath und Ellen Gerighausen präsentierten noch einmal "das Schachspiel", wobei Ellen bestens ausgerüstet mit Knie- und Armschonern, Schwimmflügeln und sonstiger Schutzkleidung schnell erkennen ließ, dass sie von Schach keine Ahnung hatte und jede Aufforderung ihrer Gegnerin Silvia, das Spiel nun endlich zu beginnen oder fortzusetzen, missverstand. "Wie, der Bauer soll die Königin decken? Der ist doch viel zu klein! Und der König mischt da auch noch mit?"

Ejal wat kütt, et is wie et ist




Wieder einmal zeigte Brigitte Kordetzki mit einer großartigen Rede ihr Können. Auch sie bezog sich auf die 70er Jahre, die Zeit des Hausbaus, der neuen Nachbarn, des Urlaubs, obwohl kein Geld da war, ...
"'Aber man muss ja! Was sollen sonst die Nachbarn denken?" Vollends blamierte sich dann ihr Mann Udo, als sie einmal bei der Schulleitern der Grundschule eingeladen waren. Dumm, dass sie an dem Tag keine Tasche dabei hatte!

Das Gefühl der 70er spiegelte sich nicht nur in Brigittes Outfit, ausstaffiert mit Stirnband und Peace-Kette, wieder, sondern auch im Sound der Jahre: "Waterloo" von den ABBA's wurde immer wieder in den Pausen ihres Vortrages eingespielt.

3 Beine

Ellen G., Silvia K., Lore D., Iris J. und Dore Pfeil hatten als Gangsterbande im schwarzen Anzug einen schwierigen Tanz "auf 3 Beinen" einstudiert. Sie führten ihn einmal von vorne und einmal seitlich auf. Während alle ihre Rolle sehr ernst nahmen, war dies wohl bei Lore nicht ganz so!

Klaus und Klaus





"An der Nordseeküste" ... perfekt dargestellt von Klaus und Klaus, alias Elke Jurasch und Liane Diggens, war für das Publikum Anlass, kräftig mitzugrölen.

Beim Arzt

Was einem beim Arzt so alles passieren kann, erzählten Trude Schemion, Susan Vaina, Anja Linden, Ruth Wientgen als Patienten und Silvia Kofferath als Arzt mit einer ganz neuen Behandlungsmethode. Der 1. Patient (Anja L.) kam wegen eines unkontrollierten Hochschnellens des linken Armes. Behandlungsmethode laut Facharzt: "Der rechte Arm kommt in die neue Maschine"!
Trude kam als 2. Patientin mit der Beschwerde einer unkontrolliert herausschnellenden Zunge. - Linker Arm in die Maschine!" Die
2. Patientin wurde geheilt, leider ging aber diese Erkrankung auf den 1. Patienten über, der nun an beiden Symptomen litt.
Susan als 3. Patientin kam mit der Beschwerde eines hochschnellenden Beines. - "Linker Arm in die Maschine!" Auch dieses Phänomen konnte geheilt werden, ging aber ebenfalls auf den 1. Patienten über. Als dann auch noch die "schwangere" Ruth zur anstehenden Kontrolluntersuchung erschien, floh der 1. Patient...

Heiße Girls aus Luchtenberg und Orsbeck

Was Orsbeck und Luchtenberg schon in den 70er Jahren an "heißen Girls" zu bieten hatte und wie kanpp schon damals die Bikins waren, kam so richtig im Schwarzlicht-Theater zur Wirkung, eine ganz tolle Aufführung, die allerdings nur schwer in Fotos wieder zu geben ist.

Finale

Das Finale zeigte noch einmal alle Aktiven auf der Bühne mit den Hits und Schlagern der 70er Jahre, wie könnte es anders sein! Da wurde auch im Publikum so manche Erinnerung an diese Zeit geweckt und man sang kräftig die Songs der damaligen Zeit mit. Von Roy Black und seiner Anita, Wenke Myhre über internationale Stars wie Ike undTina Turner, der blinde Stevie Wonder, alles, was damals in den Hitparaden rauf- und runtergespielt wurde, war vertreten.

Wieder einmal, da waren sich alle einig, hat die Frauengemeinschaft das Orsbeck-Luchtenberger Publikum sowie die auswärtigen Besucher begeistert. Mit hervorragenden Sketchen, Songs, akrobatischen Übungen und Tänzen sorgten alle Aktiven für beste Stimmung in einem tobenden Saal. Abschließend bedankte sich Brigitte Kordetzki bei allen Aktiven, beim tollen Publikum, bei Steffi Heuters und Petra Wefringhaus für die Requisite und auch bei Herrn und Frau Thönissen für die Überlassung der Räumlichkeiten.

Auch wenn das Programm beendet war, feierten einige noch munter weiter.

Von den Einnahmen zu dieser Veranstaltung gehen zu gleichen Teilen Spenden an den ortsansässigen Kindergarten Regenbogen und an die OGS der Martinus-Schule Orsbeck. Vielleicht war deshalb zur Freude der Aktiven am Freitagabend nahezu das komplette Betreuungsteam und einige Damen des HA-Teams der Schule mit Schulleiterin Elvira Tholen bzw. am Samstag eine Abordnung des Kindergartens Regenbogen anwesend, die sich köstlich amüsierten.